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Am 29. September 2026 reicht eine Gruppe von Menschen eine Klage ein, die niedrigere Grenzwerte für Mobilfunk- und WLAN-Strahlung fordert. Es geht dabei nicht um eine einzelne Krankheit oder eine kleine betroffene Gruppe, sondern um den Schutz aller Menschen: Die geltenden Grenzwerte berücksichtigen bislang nur die Erwärmung des Gewebes, nicht aber die biologischen Effekte, die schon weit darunter nachweisbar sind. Genau diese Lücke soll die Klage schließen.

Vier der 24 Kläger:innen erzählen hier, wie sich unzureichender Strahlenschutz in ihrem eigenen Leben auswirkt. Die Interviews zeigen, was der unzureichende Schutz durch unsere aktuell geltenden Grenzwerte für einzelne Menschen bedeutet. Rechtlich begründet wird die Klage aber nicht mit diesen Einzelschicksalen, sondern mit dem Nachweis biologischer Effekte, die alle Menschen betreffen können.

Hier finden Sie Pressemitteilung, Bildmaterial und Interviews mit vier Kläger:innen.

Pressemitteilung zur Klage

Die offizielle Pressemitteilung zur Klage zum Download.

Pressemitteilung zur Klage

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Vier Stimmen zur Klage

Vier Menschen, vier Geschichten: Sandra Reber, Dr. Dietrich Moldan, Bernd Rubart und Claudia berichten aus eigener Erfahrung, warum niedrigere Grenzwerte für sie kein abstraktes Thema sind.

Sandra Reber

Portraitfoto Sandra Reber. Fotograf: Andreas Pollok

Viele Menschen laufen mit unklaren Beschwerden von Arzt zu Arzt, obwohl ihre Befunde in Ordnung zu sein scheinen – Elektrosmog wird dabei kaum als möglicher Faktor in Betracht gezogen.

Sandra Reber

Kurzbio: Sandra Reber arbeitet als Mentorin für klare Entscheidungen und vermittelt praktisches Wissen für einen strahlungsärmeren Umgang mit Technik. Sie hat die Großstadt verlassen, weil die ständige Funkbelastung sie krank machte, und lebt heute funkarm auf dem Land.

Webseite von Sandra Reber zur Reduzierung von Elektrosmog Instagram-Kanal von Sandra Reber Die vollständigen Interviews zum Download (pdf)

Dr. Dietrich Moldan

Portraitfoto Dr. Dietrich Moldan.

Ich bin Ingenieur, kein Mensch, der zu Ängsten neigt. Ich messe diese Felder beruflich mit kalibrierten Geräten. Die Symptome, die ich und andere beschreiben, lassen sich bei Belastung reproduzieren – das ist keine Frage der Einstellung.

Dr. Dietrich Moldan

Kurzbio: Dietrich Moldan ist promovierter Ingenieur und misst seit 30 Jahren elektromagnetische Felder in Wohnungen und Betrieben. Er hat an der ATHEM3-Studie mitgewirkt, die die Kompetenzinitiative mit angestoßen hat. Seit 1993 lebt er selbst mit Elektrohypersensibilität.

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Bernd Rubart

Portraitfoto Bernd Rubart

Ich habe erlebt, wie schnell man als überempfindlich abgetan wird, selbst von einem Werksarzt. In der Bürgerinitiative tausche ich mich mit anderen Betroffenen aus, und wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass das Thema ernst genommen wird – nicht nur individuell, sondern politisch.

Bernd Rubart

Kurzbio: Bernd Rubart war Statiker bei einem großen Flugzeugkonzern, bis WLAN-Repeater am Arbeitsplatz ihn krank machten. Er gab 2018 seine Festanstellung auf und arbeitet seither selbstständig von zu Hause. Engagiert sich in einer Bürgerinitiative in Lübeck.

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Claudia

Kurzbio: Claudia war Kinderkrankenschwester. Seit 2018 ist sie wegen Elektrohypersensibilität (EHS) in Frührente – ihr Körper reagiert auf Mobilfunk-, WLAN- und Bluetooth-Strahlung, die andere gar nicht wahrnehmen.

Vieles, was für andere selbstverständlich ist, ist für mich unmöglich geworden. Theater, Reisen, spontan mit Freundinnen essen gehen. Ich bewege mich in einer Welt, die für die meisten Menschen unsichtbar bleibt, für mich aber jeden Tag bestimmt, wo ich sein kann und wo nicht.

Claudia
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